Zimt (Cinnamomum verum) – Zimtblatt – Heimpflanze, Wirkung & Bedeutung

Blätter vom Zimtbaum im Sonnenlicht

 

Zimt – Cinnamomum verum – Zimtblatt

Botanik

Botanischer Name:  Cinnamomum verum
Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Volkstümliche Namen:  Zimmet, Canehl
Herkunft:  Ceylon-Zimt = Sri Lanka, Madagaskar, Sansibar / Cassia-Zimt = China, Vietnam, Indonesien – bis zu einer Höhe von 1500 m ü. M.
Vorkommen: siehe Herkunft
Blütezeit: Januar bis Mai
Sammelzeit: Rinde: Mai bis Oktober / Blätter: Frühling und Herbst
Verwendete Pflanzenteile: Rinde und Blätter von 1–2-jährigen Trieben

 

Erkennungsmerkmale

Der echte Zimtbaum ist ein immergrüner Baum, der in der freien Natur bis zu 20 m hoch werden kann. In Kulturen für die Zimtrindengewinnung werden die Bäume regelmässig gestutzt, damit sich immer neue Zweige ausbilden, welche für die Gewinnung der Zimtrinde genutzt werden können.

Blätter: eiförmig bis eilanzettlich, ganzrandig, ledrig, kahl und 11 – 16 cm lang und 4,5 – 5.5 cm breit. Ein typisches Merkmal sind die 3-5 gut sichtbaren Hauptnerven. Im jungen Stadium sind die Blätter leuchtend rot und verfärben sich später zu dunkelgrünen Blättern mit hellgrüner Unterseite. Sie sind wechselständig bis scheinbar gegenständig angeordnet.

Äste und Rinde:  bräunlich bis gräulich und riecht aromatisch (Zimtaldehyd)

Blüten: gelbgrünen bis cremeweissen Blüten in lockeren, Rispen

Früchte: kleine, dunkelpurpurne Steinfrüchte, auch Zimtnelke genannt

Duft:  nelkenartig, süss-würzig, wärmend, leicht scharf und variiert, je nachdem, ob es sich um Rinde, Zimtblüten oder Zimtblätter handelt

 

Mythologie & Symbolik

Das Zimtblatt ist sanfter als die Zimtrinde und schenkt Erdung, Schutz, innere Stabilität und Geborgenheit.

 

Heilkunde

Der Zimtbaum ist sehr vielseitig und in der Heilkunde werden verschiedene Pflanzenteile genutzt. Hier wird das Zimtblatt vorgestellt. Das Portrait der Zimtrinde findest du hier: Pflanzenportrait Zimtrinde

Zimtblatt (Folium cinnamomi)

Zimtblätter spielen in der klassischen Phythotherapie kaum eine Rolle. In der modernen Aromatherapie hingegen sind sie geschätzt, da das ätherische Zimtblattöl sanfter zur Haut ist als das deutlich intensivere Zimtrindenöl.

(Weiterführende Informationen findest du im Portrait zum ätherischen Zimtblattöl.)

 

Räuchern und Rituale

Beim Räuchern entfalten Zimtblätter einen warmen, würzig-süssen Duft, der deutlich milder ist als die Zimtrinde. Der Rauch ist harmonisierend, beruhigend, schafft ein Gefühl von Geborgenheit und verbreitet im Raum eine sanfte Wärme. 

Zimtblätter eignen sich besonders für ruhige Abendrituale, Erdung und Zentrierung, Schutz und innere Stabilität.

 

Ätherisches Öl – Zimtblatt

Herkunft

Sri Lanka, China, Madagaskar, Seychellen, Vietnam, Komoren, Süd-Westindien, Burma, Indochina, Jamaika

Gewinnungsverfahren

Wasserdampfdestillation der Blätter

Duftprofil

Herb, würzig, warm

Wirkung Körper

Antiinfektiös, antibakteriell (breites Spektrum), antiviral, fungizid, antiparasitär, schmerzlindend, immunsystemmodulierend; weniger wärmend als das Zimtrinenöl

Indikationen Körper

Antiseptisch (z.B. im Mundraum – muss immer stark verdünnt werden), Muskel- und Gelenkschmerzen, Arthritis, Rheumatische Beschwerden, Rekonvaleszenz

Für Geist & Seele

Stärkend, ausgleichend, leicht erdend bei Erschöpfung und depressiver Verstimmung

Nebenwirkungen

Ist weniger hautreizend als das Zimtrindenöl. Jedoch muss auch das Zimtblattöl immer ausreichend verdünnt werden, da es sonst zu Hautreizungen kommen kann. Verdünnung sollte max. 1% sein;

Kontraindikationen

Nicht innerlich einnehmen, Schwangerschaft, Säuglinge, Kleinkinder (max. Dosierung äusserlich 0.5%).

Hinweis

Bei Empfindlichen Personen empfiehlt es sich vor einer Anwendung mit der korrekten Verdünnung einen Armbeugetest zu machen.

Zimtblattöl wird oft wegen seines herb-würzigen Duftes für Parfums verwendet.

 

Worte von Mondzauber
Bild von Davi Peixoto auf Pixabay